Picnic trifft den Zeitgeist

Dies ist keine Produktplatzierung oder -werbung. Ich habe und werde weder Geld noch Ware aufgrund dieses Beitrages erhalten. Ich berichte lediglich über einen erlebten Kundenservice.

Vorgestern

war es dann soweit – nach ca. 6-wöchigem Warten bin ich ganz offiziell ein Picnic Kunde!
6 Wochen warten?

Ja, dieser Online Supermarkt wächst und meiner Vermutung nach sehr kontrolliert, um Lieferungen an bestehende Kunden nicht aufgrund neuer Kundschaft zu verzögern.

Zunächst baut man die Infrastruktur. Sinnig.
Nichts wäre schlimmer, als sich einen anfänglich verdienten, guten Ruf durch Gier und zu schnelles Wachtum zu verspielen.

Zugegeben, in dem Zeitraum fühlte ich mich (zu?) viel Medienwerbung im Fernsehen und Handy ausgesetzt – aber klappern gehört ja schliesslich zum Handwerk.

Die Wartezeit überbrückte man mit kleinen Präsenten in Richtung Erstbestellung und auch sonst war man recht kommunikativ. Die App funktioniert inhaltlich übrigens erst nach Freischaltung durch Picnic.

Ich nutze sonst vorwiegend meinen PC für das Tagesgeschäft mit zwei 27 Zöllern (alternden Augen sei Dank) – eine „normale“ Website zwecks Bestellung gibt es bei Picnic leider nicht.
So sitze ich Dienstag erwartungsvoll vor dem Handy und browse durch die feil gebotenen Waren. Das Angebot gestaltet sich für mich als völlig ausreichend und komplett – zumindest waren alle Dinge bestellbar. Und die App ist logisch aufgebaut, sodass man sich sofort zurecht findet.
Ich füllte den Warenkorb querbeet mit Tütensuppe und Crackern, Bio-Obst, Kräutern und Sahne bis Eiskonfekt und Nasi-Goreng. Einiges war darüber hinaus im Angebot und alles andere war preislich mit meinem subjektiven Preisgefühl gegenüber eines „normalen“ Supermarkts völlig vereinbar. Fünfunddreißig Euronen Einkaufswert sind hier als Mindestbestellwert aufgerufen – die Lieferung bis vor die Wohnungstüre ist kostenfrei.
Zum Ende des Bestellprozesses darf ich noch meine IBAN hinterlegen und einen Liefertermin auswählen. Die Liefertermine am Folgetag beschränkten sich auf das Zeitfenster 20:15 – 21:15 – das passte. An den darauf folgenden Tagen gab es reichlich Termine zur Auswahl – wer also ein wenig vorplant genießt auch entsprechende Flexibilität.
Habe dann der Bestellung auch noch zwei weitere Positionen im Nachhinein hinzugefügt – auch problemlos.

Im Laufe des gestrigen Tages erhalte ich einige „Lieferupdates“ zum Zeitpunkt der Anlieferung. Das Fenster reduziert sich von 1 Stunde auf 20 Minuten (20:20 – 20:40) und zuletzt gibt es 7 Minuten vor dem Eintreffen des kleinen Transporters noch ein „Live-Update“ mit einer Visualisierung der Straßen und der Anreise der Güter.
Der schmale, fast lautlose und Strom-befeuerte Wagen biegt nun laut App in meine Straße ein – ich öffne das Küchenfenster und staune nicht schlecht, als der Picnic Express vor der Türe hält.

Der junge Fahrer entlädt drei oder vier Tragetüten in eine Kiste, ich öffne die Haustüre und er platziert die Kiste  – Corona-konform in Maske und Abstand – auf meiner Fußmatte vor der Wohnungstür. Ich werde ausdrücklich und sehr freundlich von ihm als Neukunde bei Picnic willkommen geheißen und er erklärt auf Nachfrage, dass alles Bestellte tatsächlich aus einem Lager in Herne angeliefert würde. Etwas verwundert schaue ich auf die Plastiktüten in der roten Box – er erklärt dann unaufgefordert, dass die biologisch abbaubar seien. Ich entnehme die Tüten und wir wünschen uns gegenseitig noch einen schönen Abend.

Drinnen überprüfe ich die Lieferung inhaltlich (vieles ist „Edeka“ gelabelt) und seitens der Unversehrtheit- check, alles o.k.
Weiter messe ich die Temperaturen der Kühlprodukte – bei ca. 10 Grad (nach Transport in die Wohnung und Verbleib dort für ein paar Minuten ein sehr guter Wert).
Das Gefrorene war auch noch gefroren. Alles wirklich bestens.
Ich bin verblüfft und ein wenig überwältigt, rufe meine Claudia an und kommuniziere meine Zufriedenheit via WhatsApp Video. Sie ist etwas enttäuscht, denn sie steht noch auf der Warteliste Bochum.


Fazit:

  • Ein Online-Supermarkt mit ausgeklügelter Logistik und einem Konzept, dass wie ein Maßanzug in unsere (Corona-) Zeit passt.
  • Man hat Opportunismus und Boom gegen Zuverlässigkeit und kontrolliertes Wachstum getauscht und kann so ein gleichbleibendes Kundenerlebnis sicher stellen.
  • Ich bin eine Person mit erhöhtem (Corona-) Infektionsrisiko und muss nun nur noch Kurzausflüge zu Bäcker, Fleischer und Hofladen machen.
  • Weniger Spritverbrauch, weniger Zeit im Verkehrsgetümmel, weniger Stress mit Abstands- und Maskenverweigerern im und um den Supermarkt herum.

Danke Picnic – ihr habt den Zeitgeist getroffen.

Online erreicht ihr Picnic HIER.

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